Distanz, oh wär das schön!

Nach mehreren Gewaltexzessen der Berliner Polizei (vgl. PRESSBACK von Februar 2009) wird in der Hauptstadt nun doch eine individuelle Kennzeichnung von Beamt_innen eingeführt. Nach Informationen der TAZ sind Brandenburg, Bremen und Sachsen-Anhalt einer Kennzeichnung gegenüber aufgeschlossen. Sämtliche andere Bundesländer lehnen diese ab. So verlautet es aus Niedersachsen etwa: „Die Zahlenverschlüsselung fördert in der Begegnung mit den Bürgerinnen und Bürgern die persönliche Beziehung nicht, sondern vermittelt den Eindruck von Distanz und Anonymität“. Ach so. Bleibt nur die Hoffnung, in Zukunft wenigstens von Berliner Beamt_innen niedergeknüppelt zu werden. Das ist undistanziert – aber wenigstens nicht anonym.